Scripten bis zum Umfallen

Wenn Ich jetzt in diesem Augenblick zurückdenke, liegen grad eben 4 Wochen voller anstrengender Übungen (genau 105 + Klausurvorbereitung), Momente der Verzweiflung, der ständige Gedanken daran wie lang das alles noch geht und der darauffolgenden Ernüchterung das es weiterhin so anstregend sein wird, hinter mir. Als ich letztens noch darüber geschrieben habe wie Angstrengend doch Logik sein kann, musste ich jetzt feststellen das 4 Wochen lang in Richtungen denken, die ich als Grafikspezi eigentlich garnicht mag, einem teilweise an die eigenen Grenzen bringt. Irgendwie erinnerte mich das alles an die damaligen 6 Wochen Wirtschaft.

Anfangs nahm man alles noch recht gelassen, es war halt mal bisschen trocken. Aber dann entwickelte sich alles so das man Frühs aufstand mit totaler Unlust und dem Gedanken, wie man doch den heutigen Schultag überstehe, die Nacht war also chronisch zu kurz. Als man sich aus dem Bett quälte mit einem “och nich schon wieder” im Kopf und man sich wiederwertig für den Schultag fertig machte, die erste Schnitte grad so reinbekam und dann losfuhr, anschließend in der Schule ankam, war man zwar froh endlich angekommen zu sein, aber der nahende Unterricht zeichnete einem nur ein ächzen ins Gesicht und innerlich empfand man einfach nur Schwere. Das Schlimmste war meistens die erste Stunde, Müdigkeit machte sich noch breit. Von Tag zu Tag kämpfte man sich vor, teilweise an einem Punkt angekommen, wo man einfach keine Lust mehr auf nix hat. Dieses Gefühl belastete dann auch die Freizeit, in der die Unlust weiter um sich griff, weil sich im Kopf alles nur um diese Scheiß 4 Wochen dreht, ach was sag ich, ich habe ja noch 4 Wochen vor mir. Ich sehne mich aktuell eigentlich nach Urlaub, Erholung, keine Programmierei und das das Thema “Grafikbearbeitung” wieder das Hauptthema wird. Ich bin zwar nach wie vor der Einstellung meinen Traumberuf zu erlernen, aber wer mit Monotonie ein riesen Problem hat, der sollte meine Schule auf keinen Fall besuchen. Warum?

Naja, stell euch eines vor… Jedes Thema was Ich in der Schule habe, findet NICHT in Fächern statt, sondern in den oft schon erwähnten Modulen. Die Standardmäßig 1-2 Wochen gehen und man in der Zeit “nur” dieses Thema behandelt. Jeden Tag, 8Stunden. Nach 2 Wochen geht einem manchmal schon so manches Thema deftig auf dem Keks. Jetzt haben WIR aber teilweise ein Thema 4 Wochen lang. Soll heißen…

  • Grundlagen der Programmierung (2 Wochen) √
  • Grundlagen in Javascript (2 Wochen) √
  • Fortgeschritten Javascript anwenden (2 Wochen) √
  • Grundlagen in PHP (2 Wochen)
  • Fortgeschritten PHP anwenden (2 Wochen)

Ihr seht, wenn man das eigentlich richtig sieht hab ich schon ganze 6 Wochen geschafft. Da macht sich innerlich schon leichte Erleichterung breit. Hoffen wir das PHP nicht so ein trockener Stoff wird.

Schönes Wochenende!

Logik kann anstrengend sein.

Stellt euch vor, ihr müsstet lernen, wie Programmiersprachen denken und funktionieren. Du wirst feststellen Sie denken streng und stur geradeaus nach vorher festgelegten Algorithmen (Handlungsvorschriften), prüfen eine Bedingung nach der anderen, rufen Funktionen auf, durchlaufen Prozeduren und Zicken gnadenlos herum sollte in irgendeinem Befehl irgendein Zeichen fehlen oder an falscher Stelle sitzen. Reaktion so nach dem Motto: “Weest du es ni, ik woas es ah nit!” Na dann, willkommen in der Welt der Programmierung!

Ich durfte mir die letzten 2 Wöchlein genau diesen Kram zu Gemüte führen, wie eben halt eine “Programmiersprache”, tickt, denkt und määäächtig rumzicken kann. Wenn man sowas lernt, kann dies ziemlich anstrengend sein, denn einerseits denkt SIE zwar ziemlich simpel, andererseits, und ich denke da liegt die Wurzel allen Übels, denken WIR zu kompliziert. Ich musste zudem verstehen wie eine stinknormale Sprache aufgebaut ist, und welch Mittel man zur Verfügung hat um diese darzustellen. Insofern ich dies gerafft hattte, musste Ich in mich gehen = mir selbst zuhören, Selbst-Ego-Blinzing betreiben = mich genau beobachten, um widerrum genau festzustellen was ich in dem und dem Moment für Entscheidungen treffe bzw. wie ich handle. Warum dieses ganze Affentheater? Nach all dieser Zuhörer- und Beobachterei sollte man zu der einleuchtenden Erkenntnis kommen, das es zu 95% immer unter der Formel hinausläuft:

“WENN des passiert, DANN tue des, ANSONSTEN des!”

Kurzum, versteht einfach was es heißt in “WENN, DANN, SONST” zu denken und ihr könnt Abläufe der realen Welt in maschinell gedachte Umsetzten und diese Abläufe können dann in jeder x-beliebigen Programmiersprache, sei es JavaScript, PHP, C, C++ etc. umgesetzt werden. Jede dieser Sprachen hat dann zwar seine eigenen Regeln, aber ist es mit unseren Sprachen wie Deutsch, Englisch, Chinesisch und bla bla bla blubb… nicht genauso?

Um einen dieser Abläufe vorab, ohne jegliche Kenntnisse einer Programmiersprache überhaupt erstmal Umsetzen zu können, gibt es diverse Möglichkeiten. Die heißen dann „Pseudocode“, „PAP – Programm Ablauf Plan“ und „Struktogramme“. Teufelszeig sag ich euch!

Jetzt steht die Frage im Raum, wie sag ich es? Früher habe ich immer gedacht, die Wahl der Programmiersprache an sich, ist der Schlüssel zum Erfolg. Weit gefehlt! Wie schon gesagt ich kann mit jeder x-beliebigen Programmiersprache, jeden x-beliebigen Ablauf umsetzten, solang man dieses WENN-DANN-SONST-Gefüge strikt befolgt *mir eine klatsch* (warum ich dies tu, gleich dazu mehr). Denn nicht die Sprache ist entscheidend, sondern dort wo es später eingesetzt werden soll. Das heißt soll im Web-Umfeld irgendetwas programmiert werden, dann werde ich wohl oder übel und situationsbedingt eher zu JavaScript oder PHP greifen. Im Bereich der Softwareprogrammierung dann wohl eher zu C, C++, Pascal oder ähnlichem Gedöns.

Ja, was hab ich eigentlich noch gelernt?

Um zu verstehen wie eine Programmiersprache aufgebaut ist, ist es grundlegenderweise nicht verkehrt erstmal zu wissen wie überhaupt Sprache und ihre Darstellung funktioniert. Deswegen die Eigenrüge eben. Denn wir ihr euch denken könnt ist dieses WENN-DANN-SONST-Gelabber bei weitem nicht alles. Eine Programmiersprache hat auch ihre Grammatik, schlicht und ergreifend “Syntax” genannt. Cooles Wort nech? Genauso wie ich in Deutsch Kommas und Punkt richtig setzten sollte, so muss ich beim Programmieren auch Klammern, Punkte und Gänsefüßchen an die richtige Stelle setzten. Wo dann Fehler beim Menschen in Sachen schreiben, zu eher unverständlichen Sätzen und einem “Häääh?” in den Gedanken des Lesers  führen, so führt das in einem Programm desöfteren zum Abbruch, bei JavaScript und PHP sogar zu nichten. Soll heißen er führt es erst garnicht aus.

Wenn man dann so ein Script erstmal fertig hat, übersetzt es ein Werkzeug (Compiler oder auch Interpreter) in für Maschinen verständliche Sprache, und da sind wir bei den Zuständen, aus Script werden Nullen und Einsen, also AN oder AUS. Denn für die Maschinen gibt´s nur ein JA oder NEIN, ein AN oder AUS, ein PLUS oder MINUS, wie auch immer, ER kennt nur “2 Zustände”, basta! Solltest du jetzt Lust bekommen haben, eine dieser Sprachen zu lernen, na prima, hau in die Tasten und wie gesagt. Versuche zu verstehen wie eine Programmiersprache denkt.

Ich hoffe an dieser Stelle, ich hab diesen Beitrag, so einfach wie möglich gehalten, denn die Welt der Programmierung sorgt bei jedem Anfänger für dichtem Nebel im Kopf, und bis der gelichtet ist, ohjeeee. Dann sag ich mal zum Schluss:

If (der Beitrag zu Ende)
{
Document.write („Tschau, und schönes rest WE“);
}
Else
{
Document.write („Könntest du das eben garnicht lesen, hehe“)
}

Ins HTML reingeschnuppert.

So die Woche war es soweit, es ging um das Medium *hust* pardon größte Rechnernetzwerk unseres Planeten, also KEIN MEDIUM, indem wir uns täglich, zumindest die jüngere Generation, aufhalten, kommunizieren, Freundschaften pflegen, informieren, unterhalten, Spaß haben, etc etc… dem tadaa “Internet”. Ist doch glatt ein Ausbildungsabschnitt wo man sich leicht eine gute Note holen kann. Gesagt getan, gestern bin ich mit sage und schreibe 98% *angeb* aus der Klausur herausgegangen. Das Wochenende ist somit gerettet und es kann weitergehen.

Mit inbegriffen war auch der Grundstein aller Webseiten, die Gestaltungssprache “HTML” (ausgesprochen: HyperTextMarkupLanguage). Wer diese in den Grundzügen und idealerweise noch ein Grafikbearbeitungsprogramm (z.Bsp.: Adobe Photoshop, Paint Shop Pro, Gimp usw.) beherrscht, der kann eigentlich mit ein wenig Kreativität anfangen seine erste eigene Homepage zu basteln. Macht Fun, wenn mans kann!

Mini-Crashkurs gefällig? Ok… dann schnappt euch mal einen Texteditor, oder einen spezielleren eurer Wahl wie Phase5, Eclipse oder Dreamweaver. Wobei ich letzteres für den Einstieg nicht empfehlen würde. Macht nämlich keinen Spaß sich erst in die Bedienung des Programms einzufitzen wenn man doch erst HTML an sich lernen will. So ok, soviel dazu, startbereit? Das HTML Grundgerüst sieht wie folgt aus:

<HTML>

<HEAD>

<TITLE>Meine erste Homepage</TITLE>

</HEAD>

<BODY>

</BODY>

</HTML>

Fertig! Soweit gekommen haben wir grad unsere erste HTML Seite erstellt. Aber bitte die Vorfreude zügeln! Von einer ordentlichen und richtigen Website mit allen drum und dran, sind wir leider noch weit entfernt. Je nachdem wie umfangreich man eine Website geplant hat, gehören jetzt noch Tabellen <TABLE>, Ebenen <DIV>, Aufzählungslisten <LI>, ungeordnete Listen <UL>, ganz wichtig “Grafiken” <IMG> und natürlich das Navigationselement schlechthin Hyperlinks <A HREF>, sowie Absätze <P> und so weiter und so fort… ihr seht, ist ganz schön Umfangreich. Aber keine Panik, HTML ist schließlich nicht von heute auf morgen gelernt. Übrigens, diese Dinger da in den Klammern “<>” da, sind sogenannte Tags, die jeweils am Ende wieder mit einem Schrägstrich (z.Bsp.: </TABLE>) geschlossen werden.

Ist doch relativ simpel, oder? Wer dann letztendlich der Seite noch Leben einhauchen will, der sollte sich mit PHP, Javascript und/oder Flash anfreunden und sich schließlich damit intensiv beschäftigen. Aber da geh ich jetzt erstmal nicht weiter drauf ein, ging ja schließlich erstmal um die Essenz des Ganzen.

Fazittechnisch kann ich nur sagen, da es bisher das leichteste Modul, aller Module war. Jetzt folgt erstmal nen ganzer Abschnitt Wirtschaft… BWL *mich schüttel*