Buchtipp: Dan Browns “Diabolus”
by Neogine on August 15, 2010
Ich weiß das hört sich nach Sci-Fi an, ist es streng genommen auch. Aber genau dieser reizende Ansatz ist Mittelpunkt von Dan Browns “Diabolus”. Die NSA beherrbergt einen Supercomputer der schlicht “TRANSLTR” genannt wird und dieser knackt jedes noch so komplizierte Passwort, somit ist es der NSA möglich terroristische Aktivitäten und allerlei andere kriminelle Tätigkeiten in der Welt des Internets aufzuspüren bzw. idealerweise zu verhindern. Dabei arbeitet dieser “TRANSLTR”, wird übrigens im Buch wirklich so geschrieben, nach dem “Kerckhoffs’ Prinzip“. Dieses besagt das die Knackbarkeit eines jeden Passworts nur auf der Geheimhaltungsstufe des jeweiligen Schlüssels beruht und somit eine jede Software durch probieren abermillionen Kombinationen, ausgehend von der Verschlüsselungstufe, jedes noch so komplexe Passwort knacken kann. Soweit so gut, damit hat die NSA was in der Hand was sehr mächtig ist und genau da setzt jetzt die Story von Diabolus an!
Denn was ist wenn dieser Supercomputer ein Passwort bzw. Verschlüsselung knacken soll, aber durch den Verschlüsselungsalgorithmus garnicht bemerkt wann er dies geknackt hat und somit immer wieder im Kreis dreht? Dies ist genau in der “Kryptografischen Abteilung” der NSA vorgefallen. Der Leiter dieser Abteilung “Mr. Strathmore” hat sich eine Datei auf der Homepage von einem der weltweit besten Programmierern im Bereich von Verschlüsselungssoftware heruntergeladen und diese in den TRANSLTR geschickt. Leider ohne Erfolg, die dechriffrierungszeit betrug, soweit ich bisher Lesen konnte, an die 14 Stunden. Im Vergleich zur Durchschnittszeit von max. 30min ein sehr unrealistischer Wert bzw. eigentlich unmöglich. Natürlich bekommt die NSA jetzt das große Flattern, denn diese Datei ist nix anderes als “Diabolus” selbst, eine neue Software zum Verschlüsseln von Dateien, die Mutationsketten nutzt die mit diesem Supercomputer unknackbar sind und somit “nur” mit Diabolus selber eine Entschlüsselung möglich ist. Sollte diese Software veröffentlicht werden, wird die Basis der NSA-Macht ausser Gefecht gesetzt. Raffinierterweise hat der Programmierer “Ensei Tankado” Diabolus mit sich selber verschlüsselt und nur Ensei selber hat den Schlüssel inkl. eine unbekannte Person, sollte Mr. Tankado was zustoßen.
Damit die Story noch einen Tick mehr Spannung bekommt, stirbt auf mysteriöse Weise “Ensei Tankado”. Die große Suche nach dem Schlüssel beginnt! Susan Fletcher, Chef-Kryptologin des “Node3″ der NSA versucht nun mithilfe ihrer Erfahrung und Kentnisse eine Spur zu bekommen, parallel dazu wurde ihr Verlobter “David Becker” nach Italien geschickt um die persönlichen Sachen des verstorbenen Programmierers abzuholen und nachhause zu bringen, und selbst das mutiert zu einer größeren Hetzjagd nach dem Schlüssel der die Datei von “Diabolus” knackt und die NSA diese Software ausser Gefecht setzten kann.
Dan Brown, hat mir “Diabolus” ein Meisterwerk geschaffen das seinesgleichen sucht. Wie alle seiner Bücher ist dies sehr gut geschrieben und hält die Spannung konstant. Also mein klarer Tipp an alle Lesesüchtigen unter euch!






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