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Aus dem Leben eines Mediengestalters...

Projekt: Linux. am 12. Januar 2010

Da will man dem hauseigenen Server eine zustätzliche 250GB Festplatte spendieren und schon geht eine Katastrophe seinesgleichen los. Ab dem Tag an folgte bei mir ein Kampf mit den Partitionsformaten, nicht funktionierenden Festplatten, Dateisystemen und dem auf dem Server installierten SUSE Linux. Ok, soll jetz ein Linux Spezi lachen… aber warum macht sich eigentlich Linux und dem User der davor sitzt, alles so schwer? Das Drama begann damit das Linux die Festplatten-Boot-Partition nicht mehr fand geschweige denn erkannte und somit unser heißgeliebter Heim-Server vorerst ausser gefecht gesetzt wurde. Der lief übrigens seit 1346 Tagen problemlos (laut dem “YaST Update Tool”)!

Da auf diesem Server eh eine recht veraltete SUSE Distribution lief, war es der Überlegung wert eine neuere Version zu downloaden und zu installieren. Den ersten aller Versuche starteten wir mit “Ubuntu”, optisch ein echter Augenschmauß, aber es steckt eben immernoch Linux drunter, was jetzt nichts schlechtes heißen soll, nachdem wir das aber entfrustet aufgegeben haben, wollten wir wieder SUSE Linux haben und selbst das führte  auf ein neues Level der frustration. Das Ende vom Lied ist nun, das unser als “Datenbunker” genutzer Server nun auf “Windows Server 2003″ läuft. Das ging recht fix zu installieren und lief auch recht schnell, ohne Frust und ohne großartige Probleme. Damit ist aber leider das Thema Linux, für mich nicht gelaufen!

Aufgrund meiner bald startenden Ausbildung/Umschulung zum “Fachinformatiker FR Systemintegration” habe ich mir im Vorfeld gedacht, jetzt hast Du noch einigens an Zeit bis dahin, kann man sich doch eigentlich mal mit dem Anfreunden, womit man bisher nur frustmomente hatte. In meinem Fall ist das ganz klar, wie eben erläutert “Linux”. Für einen Windows User wie mich ist das ganze natürlich ein schwieriges Unterfangen, zu mindestens am Anfang. Man muss sich an vielen Stellen grundlegendst umgewöhnen und sogar umdenken. Ganz am Anfang steht man auch vor der Qual der Wahl, welches Linux will man sich eigentlich nun antun, weil es gibt einige auf dem Markt, im Fachchinesisch ”Distributionen” genannt. Von denn sehr bekannten Distris wie Ubuntu, SUSE Linux, Red Hat Linux, Fedora Linux und knoppix gibts auch noch die etwas unbekannteren wie Slackware, Dreamlinux, kubuntu und haste nicht gesehen… Meine Wahl fiel dabei auf SUSE Linux, da dies in meiner Ausbildung auch verwendet wird und nebenher hab ich mir aus jux noch mit Ubuntu angeschaut. Nachdem ich nun eine aktuelle Version von SUSE Linux heruntergeladen hatte (sind satte 3,5 GB) überlegte ich nun, ob ich es über VMware (Virtualisation von Computern) installiere, um mir unnötige Arbeit zu ersparen, oder es direkt auf dem Rechner installiere. Aus Gründen der bequemlichkeit wählte ich erstere Variante.

Die Installation des freien Betriebssystems gestaltet sich dabei noch recht einfach, ist alles noch, wie ein Kumpel von mir aus dem ICQ sagte “klickibunti” hehe. Nur das Einrichten, Konfigurieren, Installieren und was weiß ich nicht alles, ist für Windows User, etwas arg kompliziert. Der Unterschied besteht darin, das es in Linux keine ausführbaren “.exe” Dateien gibt und somit eine Easy Installation wie unter Windows somit anders – aber nicht schwerer – gehandhabt wird, denn hier wird fast alles mit Paketen (meistens tar.gz und .rpm) installiert. Auch Laufwerke wie unter Windows (C:, A:, D: usw.) gibts es unter Linux nicht bzw. wird wieder anders gehandhabt. Man kann Laufwerke in einem bestimmten Ordner “einhängen” (mounten) und “aushängen” (log. unmounten). Aber warum Windows mit Linux oder andersrum vergleichen? Nach dem Recherchieren im Internet liest man so manchen Post eines frustrierten Users, die Linux gerne haben würden, aber darin gerne wie in Windows arbeiten würden. Das ist natürlich der denkbar falscheste Weg. Linux will ja kein “ersatz” sein sondern eine “alternative”, wenn man aber das Potential erstmal erkannt hat und mit Linux umgehen kann, der wird merken, das Linux dem Windows einiges vorraus ist.

Wenn man sich mit “Linus Torvalds” freiem Betriebsystems “Linux” etwas auseinandersetzt wird man merken, man darf sich mit einer sogenannten Shell anfreunden. Ich wollte ja eigentlich diesen Vergleich lassen, aber ist in der Vostellung wie die “Windows Eingabeaufforderung” nur das man mit dieser Shell vielmehr anstellen kann. Wenn man es richtig nimmt, könnte man die grafische Oberfläche auch einfach weglassen und nur die Shell bedienen. Denn bei Linux ist das Betriebssystem an sich und die grafischen Benutzeroberfläche strikt getrennt.  Eine der bekanntesten Benutzeroberflächen sind GNOME, andererseits das oft verwendetete KDE und einige andere, man muss ja klar und deutlich sagen, das Linux kein Betriebssystem in dem Sinne ist das man es installiert und Fertig. Nein, jeder kann es auf eigene Faust weiterentwickeln und sogar, insofern man das nötige Wissen besitzt, sein ganz eigenes Linux basteln. Das geht natürlich mit Windows nicht, da es nicht “Open Source” ist. Soll heißen der Quellcode bei Windows ist nicht frei verfügbar und für Linux muss man nichts bezahlen. Windows kann da schon mal gute 180€ mit Lizenzcode kosten, und selbst dann ist es noch nicht gewährleistet das man es auf jedem x-beliebigen Rechner installieren kann geschweige denn weiterverbreiten darf, das geht dann schon ins illegale. Also ihr seht, hier stehen in der IT-Welt 2 mächtige Betriebssysteme gegenüber, ach was heißt gegenüber… weder Windows konkurriert, noch Linux. Jedes geht seinen eigenen Weg. Und wer die krasse Bequemlichkeitsschiene fahren will, der sollte sich einen MAC anschauen. So nach dem Motto, einfach ist einfach einfach XD

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