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Aus dem Leben eines Mediengestalters...

Lassmer mal die Welt untergehen, wenn dann aber richtig! am 18. November 2009

2012 ist es mal wieder soweit, die Welt soll allen Anschein nach pünktlich am 21.12.2012 übern Jordan gehen und wer kann das wohl am besten verfilmen? Ja, klar… Hollywoods Weltuntergangsspezi Nummer1 “Roland Emmerich”. Ich hab mir diesen Film vorigen Freitag mal zu Gemüte geführt. Ganze 158min hat die Welt dazu Zeit sich selbst ins Karma Koma zu beordern, und das geschieht so detailreich und so schön wie lange nicht mehr. Wie jeder Film in diesem Genre fängt er ganz Harmlos an, indem irgendwelche Wissenschaftler andauernd Sachen entdecken wo ihnen komischerweise nur 2-3 Sätze einfallen wie “Das ist unmöglich!” oder “Oh, mein Gott!” bzw. ein Gesicht aufsetzten was irgendwie die Spannung ins unermessliche treiben soll. Okok, so ein Gesicht würde ich im realen Leben vielleicht auch aufsetzten wenn ich so eine Nachricht bekäme, aber simmer doch mal ehrlich, diesen pseudo-es-ist-verdammt-ernst-Blick sieht man doch in jedem 2ten Film.

Effekttechnisch greift unser Herr Emmerich mal wieder voll in die Trickkiste und lässt eine Stadt nach der anderen zerstören inkl. eine Vulkan ausbrechen. Wenn man den genauen Vergleich zu “The Day after Tomorrow” ziehen will, haben sich die Effekte vom Detailreichtum sogar einen Tick verbessert. Also für SFX-Fans und die die es noch werden wollen, ist der Film ein wahres Paradies. Alle anderen staunen zwar ne Weile mit, haben sich dann aber total satt gesehen und wer jetzt nach einer ausgetüftelten Story suchen will, der sucht vergebens.  Aber für alle Storyfanatiker hier in Kurzform:

Im Jahre 2009 erhält die Regierung einen vertraulichen Report, der bestätigt, dass die Erde schon in wenigen Jahren dem Untergang geweiht ist. Ein geheimer Katastrophenplan wird entwickelt, der jedoch nicht die Rettung aller Menschen vorsieht. Als Jackson Curtis und seine zwei Kinder eines Tages einen Familienausflug in den Yellowstone Nationalpark unternehmen, stoßen sie durch Zufall auf eine ehemalige Forschungseinrichtung, die ein Geheimnis birgt und den Plan der Regierung als fehlerhaft ausweist. Jackson nimmt die Sache selbst in die Hand, um einen fast hoffnungslosen Kampf gegen die Zeit und die bevorstehende Naturkatastrophe zu gewinnen.

quelle: apollo-kinocenter.de

Hab ich zuviel versprochen? Man könnte fast schon sagen, Roland Emmerich nimmt seinen eigenen Film nicht ganz so ernst, denn die Story ist sowas von Strunzenhohl. Ok, wenn die Welt untergeht, hat das auch keine Story, aber die brauch nun mal fast jeder Film und ein mehr oder weniger andauerndes Weg rennen vor der Katastrophe mit Auto, Flugzeug und Schiff, freigestellt von jeglicher logischer Physik, ist nicht wirklich die Story womit man das Genre neu erfinden kann und der werte Herr Emmerich wollte ja nun den besten Weltuntergangs-Film aller Zeiten drehen. 2012 ist und bleibt daher ein 158minütiger die-welt-geht-unter-streifen mit bombastischen Special Effects (1200 an der Zahl) und einer Story wo man das Gehirn getrost an der Kinokasse abgeben darf. Punkt!

Die Schauspieler hingegen sind recht gut besetzt, neben John Cusack und Amanda Peet spielen auch weniger bekannte Schauspieler wie Chiwetel Ejiofor und Woody Harrelson eine Rolle. John Cusack spielt einen geschiedenen Familienvater und ist quasi der Tom Cruise der Krieg der Welten, nur das seine Rolle noch recht gut besonnen ist und nicht total zur Katastrophe ausartet. Ansonsten ist er sehr viel mit seinen Büchern ähhh…. Arbeit beschäftigt und holt auch mal gern seine Kinder mit einer Limousine für einen Ausflug in den Yellow Stone Nationalpark ab, der zu der Zeit alles andere als der Kinderspielplatz darstellt ist dem man sich wünschen würde. Amanda Peet spielt die fürsorgliche Mutter und hat einen Mann, der zwar dauernd sonstwas für Geschosse fliegt, aber immer behauptet er könne nicht fliegen, eiei.

PS: Laut letzten Meldungen hat Roland Emmerich nun vor Idependence Day 2 und 3 zu drehen, hoffentlich mit einer guten Story!

So long, Neo

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